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Was kann Verbraucherbildung leisten?

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Der zunehmende Wohlstand und der wachsende Überfluss in den Konsumgesellschaften der westlichen Industriestaaten führten in den letzten 100 Jahren zu einem rapiden Anstieg von Konsummöglichkeiten für die Mehrheit der Bevölkerung. Konsum wird zur „Lebensform der Moderne“ (König 2000, S. 7), denn mit dem Begriff „Konsum“ wird eine Vielzahl von Alltags- und Freizeithandlungen umschrieben, welche die Lebensform der Moderne ausmachen. Konsum ist damit zugleich auch mehr als (nur) Kaufentscheidungen zu treffen. In unserer Gesellschaft sind Konsum und Konsumieren vielmehr wichtige Handlungs- und Kommunikationsfelder, die das Selbstverständnis und die Identität von Individuen wesentlich mitbestimmen. Zugleich steigen die Anforderungen an die Verbraucherinnen und Verbraucher stetig an. „Richtige“ Konsumentscheidungen sollen demnach nicht nur den individuellen Nutzen, sondern auch gesellschaftliche, ökologische, soziale usw. Aspekte verantwortlich berücksichtigen.

Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft haben diese Zusammenhänge bisher zu wenig wahrgenommen. Noch immer prägt das Leit(d)bild des „mündigen Verbrauchers“ sowohl die öffentliche Meinung als auch vielfach die Rechtsprechung und die Verbraucherpolitik.

Verbraucherbildung als eine mögliche und wichtige Strategie z. B. des Verbraucherschutzes neben anderen ist in den letzten zehn Jahren immer mehr und wieder in die Diskussion gekommen.

Verbraucherinnen und Verbraucher verfügen in unterschiedlichem Maße über Wissen zu Produkten, darüber wie bestimmte Produkte zu nutzen sind, was sie kosten, wann sie genutzt werden können usw. Sie „wissen“ also, was „in“ ist, was „man“ haben muss, um mitreden, mithalten zu können. Sie verfügen damit aber nicht gleichsam automatisch auch über die Kompetenz, im Sinne der „Mündigkeit“ verantwortliche Entscheidungen treffen zu können. Um „fundierte Urteile“ über Produkte fällen zu können, bedarf es mehr als nur der Information, die Werbung und Marketing liefern.

Insgesamt greift die weit verbreitete Vorstellung zu kurz, es reiche aus, über genügend Informationen über das Angebot auf den Märkten zu verfügen und schon könne eine mündige Kaufentscheidung getroffen werden. „Der mündige Verbraucher ist eine Fiktion“ – erkannte schon 1997 Rosemarie von Schweitzer, indem sie darauf verwies, dass in Zeiten globaler Datenverfügbarkeit durch Internet usw. die Informationssuche niemals abgeschlossen sein könne und die Suche nach dem besten Angebot eine Endlosschleife ist.

Um mit den erlangten Informationen verantwortlich umgehen zu können, sie hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien zu bewerten und einzuordnen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher über entsprechende Kompetenzen verfügen und diese können nur durch Bildung erworben werden. Hier ist zunächst der Staat, genauer die Bundesländer, gefordert, seinem Bildungsauftrag gerecht zu werden. Allgemeinbildung dient generell der Erziehung zur Mündigkeit, damit ist das angestrebte Ziel der Verbraucherbildung umrissen: selbstbestimmt und verantwortlich Konsumentscheidungen vor dem Hintergrund möglicher Folgen und Konsequenzen treffen zu können.

Solche Kompetenzen für einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen, den Angeboten des Marktes und den Verlockungen der Werbung sind zentral für eine gelingende Lebensführung und eröffnen erst Gestaltungs- und Teilhabechancen in der Gesellschaft. Dies gilt für alle Zielgruppen der Gesellschaft: schon für Kinder im Vorschulalter, bis hin zu Senioren und Seniorinnen.

Bereits in der Kindertagesstätte wird z. B. beobachtet, welches Spielzeug, welche Kleidung, welche Vorlieben und Abneigungen etc. bei den anderen Kindern vorhanden sind, wie diese damit umgehen usw. Die Anbieter haben sich längst darauf eingestellt und spezielle Angebote für Kinder (z. B. Kinderlebensmittel) und auf diese Zielgruppe abgestimmte Werbestrategien entwickelt. Gerade Kinder und Jugendliche verfügen aber noch nicht über angemessene Konsumkompetenzen, um diese Strategien zu erkennen und damit selbstbestimmt umzugehen und auch Erwachsene sind häufig überfordert, wenn neue und komplexe Anforderungen an sie gestellt werden, die sie mit vertrauten Routinen nicht bewältigen können.

Fehlende Konsumkompetenzen führen zu nicht unerheblichen Belastungen für die Individuen und die Gesellschaft (Ver- und Überschuldungsprobleme, ungenügende oder fehlende Daseinsvorsorge usw.). Die schulische und außerschulische Verbraucherbildung erhält vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung und Legitimation.

Die Verbraucherbildung hat u. a. die Aufgabe, im Sinne der Nachhaltigkeit die Zusammenhänge von Produktion und Konsum in ihren ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten aufzuzeigen. Nur vor diesem Hintergrund sind Verhaltensänderungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern hin zur Berücksichtigung regionaler, saisonaler, ökologisch verantwortlich hergestellter Produkte anzustreben und einsehbar. Die immer dringlichere Verpflichtung zur Übernahme von Verantwortung für das eigene (Konsum-)Handeln und für die private Daseinsvorsorge (Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc.) lässt die Vermittlung von Kompetenzen zur kurz-, mittel- und langfristigen Abschätzung der Folgen des individuellen Handelns an Bedeutung gewinnen. Sie werden damit unverzichtbarer Bestandteil einer allgemeinen Grundbildung. Ob eine solche Grundbildung in einem eigenständigen Schulfach oder in andere Fächer integriert angeboten werden soll, hängt nicht zuletzt von der konkreten Umsetzung ab. Hier gibt es keine einfachen Lösungen. Wichtig ist aber, dass die Schulzeit genutzt wird, um lebensbegleitendes Lernen zu fördern und anzuregen, denn gerade in der Verbraucherbildung trifft der Satz von Benjamin Britten zu:

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“

Literatur

König, W. (2000). Geschichte der Konsumgesellschaft, Stuttgart

Schlegel-Matthies, K. (2004): Verbraucherbildung im Forschungsprojekt REVIS – Grundlagen. Paderborner Schriften zur Ernährungs- und Verbraucherbildung 2, Paderborn

Von Schweitzer, R. (1997): "Der mündige Bürger" - eine Fiktion. Folgen für das Alltagsleben, die Marktwirtschaft und Demokratie, in: In: IFHE; Bundesministerium für Land- und Fortwirtschaft (Hg.): Europa: Herausforderung für die Alltagsbewältigung. Internationale Arbeitstagung. Wien, S. 67-82.

 

Kirsten Schlegel-Matthies 0
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05/1991 Promotion zum Dr. phil. am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 07/1998 Habilitation im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Venia Legendi für Haushaltswissenschaft und Didaktik der Haushaltslehreseit 10/02 Universitätsprofessorin (C 3) für Haushaltswissenschaft an der Universität Paderborn
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